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ALEXANDRU GHERGHE

ALEXANDRU GHERGHE

Wenn ich es mir leisten könnte, mit etwas zu prahlen, dann wäre es die Tatsache, dass ich meine Hausaufgaben «fleißig zu Hause» gemacht habe.
Solange ich Schüler war, habe ich gelernt! Ich habe mich nicht beeilt, ein Künstler zu werden, ich habe keine Etappen übersprungen und ich bin nicht hinter hohen Noten hergelaufen. Ich bin immer noch Student und ich liebe das «Studieren» wie verrückt. Zu suchen, zu fragen.
Ich habe versucht, die Dinge selbst zu verstehen, ich war nicht an Noten interessiert. Ich hatte diese Intuition. Ich habe sehr wenig geschlafen und intensiv studiert. Ich verfolgte und analysierte Dutzende von Gemälden, Tag für Tag, Nacht für Nacht.
Ich war sehr enttäuscht von dem Unterrichtssystem der rumänischen Schulen, obwohl ich gute Lehrer hatte. Vieles habe ich mir selbst beigebracht, durch eigene Forschung und durch Musiktheorien. Niemand an den Akademien lehrt einen, dass eine gute Note ein Misserfolg ist. Am Ende des Studiums ein Abgrund auf einen wartet, ohne Orientierung, dem man sich stellen muss. Dass es in der visuellen Umgebung eine Lebensphilosophie gibt, die sich vor unseren Augen entfaltet. Das Auge muss zum Sehen, Lesen und Messen erzogen werden.
Aus dem visuellen Raum erhalten wir so viele Informationen, wie wir brauchen, um die Aktivitäten in unserem Leben zu bewältigen. Aber das Auge weiß nicht, wie es messen kann, welche Wertigkeiten, welche Werte von Tönen wir im Gesichtsfeld haben, welche Beziehung zwischen den Elementen als Proportionen, als Gewicht, als Formen besteht, welche Beziehung zwischen Tönen, zwischen Farben besteht. Vor unseren Augen, Moment für Moment, warten eine Menge Fragen darauf, gestellt zu werden.
Viele Probleme, die darauf warten, gestellt zu werden. Viele Lösungen, die gefunden werden müssen.

Jede Komposition, jede Palette, jedes Werk, unabhängig vom Thema, jede Ikone, beinhaltet eine Strategie, erfordert einen RICHTIGEN Ausgangspunkt. Jede Palette hat ihre Probleme, genau wie ein Laptop. Jede Komposition setzt ihre Probleme voraus. Alle Antworten sind bereits vorhanden. Man muss nur die richtige Frage stellen. Es ist wichtig zu wissen, wie man Fragen stellt, nicht nur, wie man sie beantwortet.